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Rahmung von Leinwanddrucken

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Die ersten Leinwandbilder entstanden vor rund tausend Jahren im Norden Chinas. Zu dieser Zeit hatte sich eine hoch entwickelte Handwerkskunst entfaltet, die zum Versiegeln ihrer Dokumente, die häufig aus Seide waren, einen Stein mit verschiedenen Farbpigmenten betupften und damit die Seide bedruckten. Später entwickelte sich diese Methode weiter zum Druck von Kalligraphien und Gemälden.

Heute ist der Kunstdruck auf Malerleinwand (Leinwanddrucke) ein Spezialbereich des Druckwesens, vornehmlich zur Reproduktion von Gemälden. Kunstdrucke auf Malerleinwand kommen in der Qualität und Ausstrahlung dem Ölgemälden sehr nahe. Häufig erhält das Leinengewebe aus Baumwolle eine Grundierung, damit die Farbpigmente optimal von der Oberfläche aufgenommen werden können. Dies ermöglicht eine feinere Abstufung der Tonwerte als bei herkömmlichen Postern oder Kunstdrucken.

In jüngster Vergangenheit erhält der Leinwanddruck jedoch zunehmend Konkurrenz von Malerwerkstätten und Künstlerkooperativen, die sich auf die Reproduktion von Ölgemälden spezialisiert haben. Durch die Spezialisierung in einem Genre oder einem Malstil, werden die handgemalten Reproduktionen alter Meister z.B. von Vincent van Gogh, Franz Marc oder August Macke für viele Kunstinteressierte so zu einer erschwinglichen Alternative zum Leinwanddruck.

Keilrahmen, SpannrahmenBei Kunstdrucken auf Malerleinwand wird häufig auf eine Rahmung verzichtet. Statt dessen werden die Leinwände auf einen Keilrahmen gespannt. Oft wird die Keilrahmung auch als “Canvas-Rahmung” oder “Spannrahmen” bezeichnet. Dabei wird der Spannrahmen mehrfach verkeilt und kann nach belieben nachgekeilt werden.

Allerdings können Hitze oder Luftfeuchtigkeit zu ungewollten Torsionseffekten auf den Keilrahmen führen. Die Torsion beschreibt die Verdrehung eines Bauteils, die durch die Wirkung eines Hebelmoments entsteht. Dies kann zu Beulen oder Dellen auf dem Leinwandbild führen.

Um der Leinwand mehr Stabilität zu verleihen, wird in der letzten Zeit wieder verstärkt auf Schattenfugenrahmen zurückgegriffen. Mit diesem L-förmigen Rahmenprofil bleiben auch die bemalten Seitenflächen der Leinwand noch sichtbar und die Bilder sind zusätzlich gut gegen Beschädigungen beim Transport geschützt. Diese Art der ‘losgelösten’ Rahmung wurde im Guggenheimmuseum erstmals präsentiert. Daher werden diese Rahmen auch Guggenheimrahmen genannt.

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Ein Kommentar zu “Rahmung von Leinwanddrucken”


  1. Rahmung von handgemalten Gemälde-Reproduktionen | RahmenHandlung
    am 5. November 2009
    @ 13:36

    [...] Gemälde-Reproduktionen können entweder nur mit Keilrahmen oder mit Bilderrahmen aufgehängt werden. In der Regel können dazu aber keine industriell in [...]

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