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  • Geschrieben: 18. Februar 2008
  • Kategorie: Fotografie
  • Kommentare: 4

Fotos harmonisch komponieren: Der Goldene Schnitt

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Der Goldene Schnitt ist ein Kompositionsprinzip, das besonders in der Malerei auf eine lange Traditionsgeschichte zurückblicken kann. Große Meister wie Albrecht Dürer oder Leonardo Da Vinci führten dieses Prinzip zur Vollendung. Der „goldene Schnitt“ gilt schon seit der Antike als harmonisches und ausgewogenes Prinzip des Bildaufbaus. Dies gilt selbstverständlich ebenso für die Fotografie. Denn gerade bei den Aufnahmen von Landschaften, Personen in Landschaften oder Personen vor schönen Urlaubskulissen soll oftmals ein harmonischer Gesamteindruck erzielt werden, der die unmittelbare Empfindung und Stimmung dieser Szenerie dauerhaft fixiert. Das Geheimnis der harmonischen Wirkung des Goldenen Schnitts liegt in der Verteilung der Längenverhältnisse der Bildfläche, die sich an einer mathematischen Formel orientiert: Konzentriert man sich etwa auf die Abbildung eines einzigen Motivs, dessen Positionierung die Bildfläche in zwei Bereiche aufteilt, sollte sich der kleinere Bereich so zu dem größeren Bereich verhalten wie der größere Bereich zur Gesamtbreite des Bildes.

Gleiches gilt für die Höhenpositionierung des Motivs. Da beim Zeitpunkt des Fotografierens keine mathematischen Berechnungen angestellt werden können, hat sich in der Fotografie als Abwandlung des Goldenen Schnitts die so genannte „Drittel Regel“ etabliert (vgl. hierzu www.fotografiez.de). Hierzu teilt man Bildhöhe und -breite jeweils gedanklich in 3 Drittel auf und rückt das Hauptmotiv des Fotos beispielsweise an die Grenzen des rechten unteren Drittels heran. Somit geben etwa zwei Drittel in Höhe und Breite Raum für den Hintergrund. Die website www.nfac.de des „net art foto club“ führt in der Rubrik „Tipps & Tricks“ in die Grundlagen des Goldenen Schnitts ein und demonstriert verschiedene Möglichkeiten des Bildaufbaus. Hat man das Prinzip des Goldenen Schnitts bzw. der Drittel Regel erstmal verinnerlicht und verschiedene gute Beispiele einer Anwendung gesehen, ist jede mathematische Formel schnell überflüssig.

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4 Kommentare zu “Fotos harmonisch komponieren: Der Goldene Schnitt”


  1. Mitch
    am 2. Dezember 2009
    @ 16:36

    Ach ja… Der goldene Schnitt… Leonardo hat ihn verwendet, Michelangelo hat ihn verwendet und er wird gerne unterschätzt, dabei kann man mit ihm wirklich ganz einfach ein schönes Bild komponieren.


  2. Niko
    am 23. Dezember 2009
    @ 23:30

    Nur dass das nicht der Goldene Schnitt ist, sondern die Drittelregel, die leider immer wieder damit verwechselt wird!


  3. Phil
    am 27. Dezember 2009
    @ 22:35

    Die Drittelregel ist doch eine Abwandlung bzw. Vereinfachung des goldenen Schnitts. Steht doch auch so in dem Beitrag? Oder habe ich da was falsch verstanden?


  4. Sam
    am 11. Mai 2010
    @ 13:54

    @Phil, seh ich genauso, die “Drittelregel” ist einfach nur eine vereinfachte Eselsbrücke für den goldenen Schnitt.

    Interessanter werden Bilder aber, wenn man sich weder an Drittel noch Mitte hält, sondern frei im Bild positioniert, dabei kritisch betrachtet, ob einem die Wirkung zusagt.
    Oft sind extremere Positionen als Drittel interessanter – nicht unbedingt harmonischer, aber interessanter.
    Da ist dann die Frage: was will ich eigentlich mit dem Bild erreichen?

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