Home | Designvorlage »
Was sind eigentlich … Passepartouts?
von Rico | 12. November 2007
Außerhalb der Fotografen- und Einrahmerbranche dürfte der Begriff “Passepartout” nicht jedem geläufig sein. Passepartouts sind Einlagen für Bilderrahmen aus Spezialkarton, die bei der Einrahmung zusätzlich verwendet werden können.
Sie werden zum einen genutzt, um den Blick des Betrachters auf das Kunstwerk zu richten, indem vom Bilderrahmen abgelenkt wird. Zum anderen kann damit ein Bild optimal in einen Rahmen eingepasst werden, ohne dass ein Bilderrahmen nach Maß angefertigt werden muss.
Ein Passepartout wird aber auch aus ästhetischen und konservatorischen Gründen verwendet. Passepartouts schützen die Werke vor schädlichen Umwelteinflüssen und manueller Beschädigung. Durch das Passepartout werden Schadstoffe, z.B. aus der Luft, gebunden und können somit nicht oder nur in geringen Mengen an das Kunstwerk gelangen.
Wichtig ist, dass der Passepartoutkarton säurefrei ist, da Säuren auf lange Sicht das Bild beschädigen können, es vergilbt. Es gibt daher verschiedene Qualitätsklassen von Passepartoutskartons, bei denen die Säurefreiheit auf unterschiedliche Art erreicht wird. Besonders hochwertige Passepartouts in Museumsqualität bestehen zu 100% aus Baumwolle und sind daher speziell für die Einrahmung hochwertiger Originale geeignet. Für einfache Drucke oder Fotos reicht dagegen ein Karton in Standardqualität aus.
Passepartouts schaffen ein Luftpolster zwischen Kunstwerk und Glas. Dadurch wird verhindert, dass das Bild an der Scheibe festkleben kann. Zudem wird Kondensationsfeuchtigkeit aus der Luft vom Passepartout aufgenommen, so dass das Kunstwerk davor geschützt ist. Z. B. Aquarelle sollten aus diesen Gründen immer mit Passepartout gerahmt werden. Auch bei der Rahmung von Fotografien, insbesondere mit Hochglanzoberfläche, ist ein Passepartout von Vorteil, da das Foto dann nicht an der Scheibe festkleben kann.
Mit den nötigen Spezialwerkzeugen lassen sich aus Passepartout-Kartons “Fenster” mit schrägen Kanten schneiden. Der Schrägschnitt leitet den Blick des Betrachters ins Bild und verstärkt gleichzeitig die Tiefenwirkung des Bildes. Dabei gibt es verschiedene Gestaltungsmöglichkeiten, bei denen sich die Größe des Fensters und die Farbe des Passepartouts individuell auswählen lassen, um eine optimale Wirkung zu erreichen.
Ähnliche Beiträge:
- Anleitung zum perfekten Einrahmen
- Aquarelle perfekt einrahmen
- Ist Antireflexglas bei Bilderrahmen immer besser?
- Rund ums Scharfstellen – Teil 1: Augen bei Portraits
- Alurahmen für das moderne Wohnambiente
Kategorien: Kleine Bilderrahmenkunde Keine Kommentare »
Tags: Einrahmung, Passepartout, Passepartouts