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Ist Antireflexglas bei Bilderrahmen immer besser?
von Rico | 10. März 2008
Wenn die Frage schon so gestellt wird, muss doch die Antwort „nein“ heißen. Aber welchen Nachteil sollte Antireflexglas haben? Beim Optiker wählt man doch auch immer „super entspiegelt und kratzfest“, wenn man es sich leisten kann und will.
Der Grund ist, dass es sich bei Antireflexglas für Bilderrahmen meist nicht um entspiegeltes, sondern um mattiertes Glas handelt. Die Oberfläche des Glases wird dabei durch Mikroätzung leicht angerauht, damit sie nicht mehr so stark spiegelt. Sie wird dadurch allerdings auch etwas matt. Insbesondere wenn das Bild nun nicht direkt auf dem Glas aufliegt, wie z.B. bei einer Rahmung mit Passepartout, kann das Bild etwas unscharf wirken und die Farben sind nicht mehr leuchtend und klar.
Man sollte daher für das Einrahmen von Bildern wenn möglich Normalglas verwenden. Dieses spiegelt zwar, kann aber das Bild nicht verfälschen. Nur in sehr hellen Räumen sollte man auf Antireflexglas zurückgreifen.
Eine Alternative zum Standard-Antireflexglas ist interferenzoptisch entspiegeltes Glas. Dabei wird die Oberfläche mit einer Antireflexschicht bedampft. Dieser Vorgang ist sehr aufwendig, daher ist so behandeltes Glas um ein vielfaches teurer, als Normalglas. Man erhält es z.B. beim Einrahmer unter der Bezeichnung „Mirogard“.
Trotz des hohen Preises kann sich bei der Einrahmung von wertvollen Kunstwerken die Anschaffung lohnen. Durch die Entspiegelung ist das Glas nämlich gar nicht mehr sichtbar - wirklich ein verblüffender Effekt. Bilder können so auf den Betrachter wirken, als wären sie gar nicht hinter Glas gerahmt.
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Kategorien: Kleine Bilderrahmenkunde
Tags: Antireflexglas, Bilderrahmen, Einrahmung, Glasarten