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Hintergrundinfos aus der Sportfotografie – Teil 1: Brennweite

von Serdar | 19. Mai 2008

Die Sportfotografie gilt als Steckpferd vieler Fotografen und ist eine Aufgabe, die von vielen Faktoren abhängt und somit letztlich die Fotografie selbst antreibt und revolutioniert. In einer Serie von Blogbeiträgen sollen nun einige dieser Faktoren genauer beleuchtet und erklärt werden, die für das Verständnis von Fotografie wichtig sind.

Sportfotografien wirken oftmals äußerst spektakulär, da das totale Verschwimmen des Hintergrundes letztlich den Vordergrund besonders betont. Im Sport besonders schwer festzuhalten - für den normal ausgestatteten Fotografen - sind schnelle Bilder bzw. Szenen und Bewegungen. Hierzu werden meistens sogenannte Superteleobjektive mit Brennweiten von bis zu 600mm genutzt, die eine besonders hohe Lichtstärke mit sich führen. Bei der Sportfotografie, genau wie bei sonstigen schnellen Aufnahmen, ist es wichtig, dass der Fotograf seine Bilder vorher ahnt und plant. Die Richtung der schnellen Bewegung muss, noch bevor diese sich überhaupt vollzieht, ins Bewusstsein gebracht werden, denn nur so kann durch die entsprechende Parallelbewegung eine geeignete Aufnahme gewährleistet werden.

Grundsätzlich ist die professionelle Sportfotografie sehr von der manuellen Einstellung geprägt, auch im digitalen Zeitalter der Technik. Sportfotos, ähnlich der Fotos aus Hochglanzmagazinen, bleiben meist Besitzern teurer Technik vorbehalten, deren Kameras manuell situationsbedingt eingestellt werden und die trotz allem stets um mehr Schärfentiefe kämpfen müssen. Die Sportfotografie ist wohl eine der kompliziertesten Fotografien und abhängig von einer Hand voll Faktoren. Wer jedoch um diese Faktoren weiß, der kann die Erkenntnisse und Rückschlüsse aus diesen durchaus für sich und seine Fotos nutzen.

Eine Besonderheit der Sportfotografie ist der Einsatz eines Objektivs mit entsprechender Brennweite.

Die Brennweite bezeichnet den abzubildenden Ausschnitt des zu fotografierenden Motivs, sie wird in einer Millimeterangabe auf dem jeweiligen Objektiv vermerkt, wobei eine 50 mm-Brennweite (Normalobjektiv) in etwa der Perspektive des menschlichen Auges entspricht. Eine kleine Brennweite (< 50 mm), ein Weitwinkel, steht für einen größeren Motivraum und wird häufig für Landschaftsaufnahmen genutzt. Eine große Brennweite (> 50 mm) hingegen bezeichnet man auch als Tele, die für Detailaufnahmen eines kleinen Ausschnitts, und somit auch für die Sportfotografie genutzt wird, da der Sportfotograf meist vom Ereignis selbst einige Meter entfernt steht, er dennoch aber eine detailgetreue Nahaufnahme benötigt.

Ein Objektiv, welches vornehmlich von Sportfotografen genutzt wird, ist das Canon EF 70-300mm F/4.0-5.6 IS USM. Als Teleobjektiv mit einer Brennweite von 300 mm besitzt es zusätzlich einen optischen Bildstabilisator. Es ist etwa 14 cm lang und somit äußerst kompakt. Der Preis für dieses Profi-Objektiv liegt momentan bei etwa 500 Euro, wobei Canon aktuell eine Cash-Back-Aktion umwirbt und somit beim Kauf dem Kunden 50 Euro im Nachhinein zurückgezahlt werden.

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Kategorien: Fotografie

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