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Speditionslieferung
von Rico | 21. November 2007
Bilderrahmen sind schwer. Ein Rahmen im Format 70×100 wiegt zum Beispiel ca. 7 kg. Bei einer Bestellung von 15 Stück kommen so etwa 100 kg zusammen. Da Paketdienste nur bis 31,5 kg transportieren und auch das Glasbruchrisiko zu hoch wäre, verschicken wir solche Aufträge per Spedition. Die Rahmen werden in einen Karton gepackt und je nach Größe der Sendung auf einer EW-Palette (Grundfläche 60×80 cm) oder einer Euro-Palette (Grundfläche 80×120 cm) transportiert. Zum Bewegen einer solchen Sendung benötigt man einen Hubwagen oder einen Gabelstapler.
In der Regel wissen unsere Kunden, dass die bestellte Ware in solchen Fällen per Spedition angeliefert wird. In der Mehrzahl handelt es sich bei den Empfängern von so umfangreichen Sendungen zudem um Firmen, die keine Probleme mit der Handhabung von Speditionssendungen haben.
Ich kann mir aber auch vorstellen, dass es manchmal für den Empfänger nicht ganz einfach ist, eine solche Sendung entgegen zu nehmen. Vor allem, wenn man nicht auf die Anlieferung von Paletten eingerichtet ist oder es nicht erwartet. Und der Spediteur ist nicht verpflichtet, die Sendung bis vor die Wohnungstür oder in einem Bürogebäude in die zweite Etage zu bringen. Häufig ist das aufgrund des Gewichts oder eines fehlenden Aufzugs auch gar nicht möglich.
Zum Glück sind nach meiner Erfahrung die meisten Fahrer in diesen Fällen hilfsbereit und es wird zusammen mit dem Kunden eine Lösung gefunden. Es gab auch schon Fälle, in denen der Fahrer gegen ein Trinkgeld beim Auspacken und Tragen geholfen hat.
Manchmal geht aber gar nichts, so wie heute bei einer Zustellung an eine Firma (Warenwert 300 Euro netto, Lieferung versandkostenfrei). Der Zugang zum Haus führt über mehrere Treppen, man hätte die 15 Rahmen auspacken müssen. Der Fahrer bot seine Hilfe dabei an und fragte nach einem Hausmeister, der die Rahmen ins Haus tragen könnte. Sein Fahrzeug konnte er nicht verlassen, da er im Parkverbot stand. Der Kunde lehnte ab und bestand auf einer Anlieferung ins Haus. Daraufhin nahm der Fahrer die Ware wieder mit und die Spedition informierte uns über die erfolglose Zustellung.
Ein Gespräch mit dem Kunden führte zu keiner alternativen Lösung und die Spedition sah keine Möglichkeit, die Ware auch gegen Aufpreis bis ins Haus zuzustellen. So werden uns die Rahmen nun wieder zugeschickt und zurück bleibt ein unzufriedener Kunde ohne Ware und ca. 60 Euro Transportkosten für uns.
Vielleicht sollten wir die Spedition wechseln? Bei einer anderen Spedition hätte der Transport bis ins Haus ca. 85 Euro gekostet - ein Aufpreis von 55 Euro - wäre aber möglicherweise machbar gewesen. Oder darf man seinen Kunden so viel Flexibilität zumuten?
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Tags: Kunden, Spedition, Versand