« Hintergrundinfos aus der Sportfotografie – Teil 4: Ausrüstung zur Unterwasserfotografie | Home | Rund ums Scharfstellen – Teil 2: Gewünschte Unschärfeeffekte »

Rund ums Scharfstellen – Teil 1: Augen bei Portraits

von Serdar | 20. Juni 2008

Das Scharfstellen ist eine der wichtigsten Techniken bei der Fotografie - auch wenn es erwünschte Unschärfeeffekte durchaus gibt, so gilt bei Portraits beinahe immer die Notwendigkeit, die Augen scharfzustellen. Unscharfe Augen wirken blass und erwecken schnell einen beinahe toten Eindruck, der das Portrait selbst in keinster Weise natürlich aussehen lässt.

Grundsätzlich wird beim Fotografieren die Mitte eines Fotos am schärfsten, die Augen befinden sich bei einem Portrait jedoch nicht in diesem Punkt, was ein Problem darstellt. Von Kameramodel zu Kameramodel empfehlen sich verschiedene Techniken, um dennoch Schärfe im Bereich der Augen zu erreichen. Eine durchaus einfache und praktikable Möglichkeit ist es, zuerst die Augen mit der Kamera zu fokussieren und danach, vor dem Auslösen, wieder auf den gesamten Bildausschnitt zu schwenken. Hält das Model während dieser Aktion still, so gelingt die Aufnahme mit großer Wahrscheinlichkeit.

Für diese Technik sind vornehmlich kleine Blendenöffnungen (ab > 5.6) sinnvoll, da hier der scharfe Bereich größer ist und somit geringfügige Bewegungen des Fotografen keine Auswirkungen haben.

Natürlich kann man das Portrait auch von einer größeren Entfernung aus aufnehmen, so dass die Augen im scharfen Bereich liegen. Man muss dann jedoch später das Bild digital nachbearbeiten, was mit einem erhöhten Zeitaufwand und Einbußen bezüglich der Auflösung verbunden ist.

Ähnliche Beiträge:

  1. Rund ums Scharfstellen – Teil 3: Mehrfeldmessung
  2. Rund ums Scharfstellen – Teil 4: Autofokusarten
  3. Rund ums Scharfstellen – Teil 2: Gewünschte Unschärfeeffekte
  4. Portraitfotografie – Gruppenfotos
  5. Effekte wie Highkey & Lowkey


Kategorien: Fotografie

Tags: , , , ,

Einen Kommentar schreiben