Unter Makroaufnahmen, oder auch Makrofotografie, versteht man die Fotografie von Objekten im Abbildungsmaßstab 1 zu 1. Herkömmliche Objektive erzielen Maßstäbe im Bereich von etwa 1:6 bis 1:10. Makroobjektive zeichnen sich dadurch aus, dass sie in einem besonders geringen Objektabstand eingesetzt werden können. Ein solches Objektiv wird ab einem Maßstab von 1:4 als makrofähig bezeichnet. Eine weitere Möglichkeit zur Makrofotoagrafie sind sogenannte Retroadapter. Auch als Umkehrring bezeichnet, ermöglichen sie den Objektivanschluss eines Wechselobjektivs in umgekehrter Richtung an der Spiegelreflexkamera.
Ein Nachteil dieser Variante ist allerdings der Verlust jegliche Automatikfunktionen der Kamera, sofern man der Anschaffung kostspieliger Spezialadapter entgehen möchte. Bei der jeweiligen Makrofotografie selbst ist zu beachten, dass die Wahl der Schärfenebene am Objekt selbst maßgeblich am Gelingen der jeweiligen Aufnahme beteiligt ist. Wer einzig abblendet, um den Schärfebereich zu vergrößern, der läuft schnell Gefahr, die Allgemeinschärfe zu mindern, was selbstverständlich zu einem Qualitätsverlust führt. Grundsätzlich sollte man sich also vor der jeweiligen Aufnahme bereits mit Makroaufnahmen beschäftigen, da diese Technik auch für Fortgeschrittene oft mühselig zu erlernen ist – umso stolzer kann man dann jedoch auf das Gelingen der jeweiligen Aufnahme sein.
