Nehmen Sie sich viel Zeit
Wie wir nun an den beiden Fotobeispielen erkennen können, ist in manchen Fällen das Detail interessanter als das komplette Motiv, das uns zunächst in seinen Bann zog.
Wenn wir nun bei den Blüten bleiben, so werden wir in Parkanlagen unerschöpflich Motive finden. Doch ist es immer etwas Besonderes eine einzelne Blüte zu fotografieren? Wenn man sich viel Zeit nimmt und genau hinschaut, kann man noch sehr viel mehr entdecken – Wassertropfen auf Blütenblättern, ein Nektar trinkendes Insekt, ein ruhender Schmetterling. Entdecken Sie solche Besonderheiten, dann können Sie sich auf diese bei Ihrer Bildkomposition konzentrieren. Probieren Sie dabei verschiedene Blickwinkel – gehen Sie auf Augenhöhe und sie werden entdecken, dass immer wieder neue Bildkompositionen entstehen.
Weiße Blüte und Blütenblätter
Es ist nie zu spät, aus Fehlern zu lernen!
Deswegen sollten Sie auch diejenigen Ihrer Bilder aufbewahren, die Ihnen nicht zusagen. Zu Übungszwecken können Sie sich diese bei Bedarf immer mal wieder hervorholen und kritisch betrachten. Versuchen Sie klar zu formulieren, was Sie als störend empfinden. Was hätten Sie besser machen können?
Schauen Sie sich einmal das nachfolgende Foto von dieser Pilzgruppe auf einem mit Moos bewachsenen Baumstamm an. Es ist sicherlich ein interessantes Motiv, doch das Foto erscheint nicht harmonisch. Versuchen Sie zu formulieren, was Sie an diesem Motiv verändern würden.
Oft ist einem schon beim Fotografieren bewusst, dass man das Motiv anders gestalten sollte. Hier bei dem Pilzmotiv hätte es schon gereicht, ein Stativ aufzubauen und so einzustellen, dass nur noch Laub den Hintergrund bestimmt und den Baumstamm ausblendet.