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Aquarelle perfekt einrahmen

Um ein Aquarell richtig rahmen zu können, sollte man zunächst etwas über seine verwendeten Materialien wissen. Ein Aquarell wird immer mit speziellen Aquarellfarben gemalt. Der Untergrund kann jedoch verschieden sein. Entweder verwenden Aquarellmaler spezielles Aquarellpapier, welches verschieden grobe oder feinere Strukturen aufweisen kann oder Büttenpapier. Letzteres erkennt man meist an den unregelmäßigen Rändern, die ein Zeichen von Handarbeit sind.

Aquarellfarben bestehen aus sehr feinen Farbpigmenten und wasserlöslichen Bindemitteln. Als Bindemittel wird zumeist Gummiarabikum verwendet. Der Auftrag der Farben erfolgt immer lasierend und nicht deckend wie man das z.B. von Öl- oder Acrylfarben her kennt. Dadurch scheint der Untergrund stets durch. Dies wird wiederum dazu genutzt, um Lichteffekte zu erzielen, indem bestimmte Stellen ausgespart werden.

Ursprünglich verwendete man die Aquarellmalerei für Skizzierungen für Ölgemälde. Erste solcher Skizzen sind aus dem 16. Jahrhundert bekannt. Erst ab dem 18.Jahrhundert wurde die Aquarellmalerei als eigene Technik anerkannt. Heute ist sie die Königsdisziplin der Maltechniken.

Das Passepartout

Zu einer perfekten Rahmung gehört auch die Verwendung eines Passepartouts. Gewöhnlich verwendet man blassgetönten Passepartoutkarton, z.B. in den Farben Creme, gebrochenen Weiß, Hellgrau, Gelbbraun, Sand oder Grün. Intensivere Farben könnte man für kräftige abstrakte Aquarelle verwenden. Wenn man sich aber unsicher ist, sollte die Wahl immer auf eine neutralere Farbe fallen. Für frühe und klassische Aquarelle in zarten Farbtönen oder in Sepiafarben, benötigt man für das Passepartout einen ebenso zarten Farbton.

Doppelpassepartout

Mit einem Doppelpassepartout lassen sich tolle Effekte erzielen. Dazu werden zwei verschieden große Passepartouts übereinandergelegt. Das untere sollte einen 2-5 mm kleineren Ausschnitt besitzen. Weitere Effekte wären eine golden bemalte Schrägschnittkante oder Farbumrandungen und Liniierungen. Diese sollten jedoch sparsam eingesetzt werden, damit sie nicht über das Aquarell dominieren.

Tipp: Für das innere Passepartout eine hellere Farben wählen, so lässt sich zusätzlich eine tolle Tiefenwirkung erzielen.

Bei der Rahmung von Landschaftsaquarellen, bei denen vorwiegend Grüntöne verwendet wurden, eignet sich besonders hellgrüne oder blassgelbe Passepartouts. Wichtig ist, dass die Farbe mindestens eine Nuance heller als die Farben im Bild ist, damit es sich optisch vom Bild abhebt, aber nicht in den Vordergrund drängt.

Bei manchen Bildern ist es ratsam, auf ein Passepartout zu verzichten. Beispielsweise bei farbintensiven Miniaturen und großformatigen Aquarellen.

Bilderrahmen auswählen

In erster Linie sollte das Aquarell zusammen mit dem Passepartout und dem Rahmen eine harmonische Einheit bilden.

Schaut man sich die Aquarelle in Museen und Ausstellungen an, wird man feststellen, dass in den meisten Fällen Goldrahmen verwendet werden. Daher eignen sich alte Goldrahmen oder entsprechende Reproduktionen besonders für die Rahmung von Aquarellen aus dem 18. Und 19. Jahrhundert. Moderne Aquarelle aus dem 20. Jahrhundert können sowohl in Goldrahmen, als auch in hellen und weiß gekalkten Holzrahmen sehr gut zur Geltung kommen. In den 20er Jahren war es Mode, Aquarelle in schwarz oder braun lackierte Rahmen zu präsentieren. Diese düstere Rahmung wird jedoch nicht als zeitgemäß und passend gefunden, so dass man heute helleren Rahmen den Vorzug gibt.

Letztendlich bestimmt der Stil des Bildes, ob auch ein gewagterer Rahmen Verwendung finden kann. So können moderne Aquarelle auch silberne Holzrahmen oder in Kombinationen aus Gold und Silber gerahmt werden.

Das Profil des Rahmens spielt bei der Auswahl eine untergeordnete Rolle. Zart gestufte, abgerundete oder schlichte und einfache Rahmenprofile sind jedoch am wirkungsvollsten.

Aquarelle im Großformat

Wie schon erwähnt, ist bei großformatigen Aquarellen ein Passepartout nicht unbedingt ratsam. Stattdessen verwendet man für die Rahmung kompakte und mindestens 7 cm breite Holzrahmen mit Einlage oder Steg.