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Lektion 11 - Portfolio

Das erwartet Sie in Lektion 11!

Im eigentlichen Sinne ist unsere Lektion 11 keine Lektion mehr. Hier an dieser Stelle möchte ich meine Gedanken zur Fotografie mit Ihnen teilen und Sie mit dem Portfolio bekannt machen.

Spielen Sie auf dem größten Spielplatz der Welt

In den vergangenen Lektionen haben Sie viel über Regeln, Kompositionen und technische Details gelernt, was für den Anfang sicher eine Menge Informationen waren. Aber es wird von Ihnen auch nicht verlangt, dass Sie alles auf Anhieb beherrschen. Jeder hat seinen eigenen Rhythmus, in dem er oder sie sich weiterentwickelt und das Gelernte nutzt. Die Übung macht auch in der Fotografie den Meister und je öfters Sie üben, umso schneller werden Sie sich entwickeln und zu einem aufmerksamen Fotografen werden.

Spielen Sie ruhig mit Ihrer Kamera und machen Sie so oft wie möglich spontan Bilder. Die Welt ist voller Motive, die nur darauf warten, abgelichtet zu werden. Aber zwingen Sie sich nicht zu sehr, denn dann könnte der Spaß auf der Strecke bleiben.

Gedanken

Lesen Sie hier von meinen Gedanken, die ich noch mit Ihnen teilen möchte.

In diesem Kurs haben Sie von Regeln gelernt, die es zunächst zu befolgen gilt. Aber diese Regeln sind auch dazu da, sie hin und wieder zu biegen und zu brechen.

Gibt es DAS richtige Motiv? Die Antwort ist eindeutig NEIN! Denn das richtige Motiv ist das, welches Sie sich selbst ausgesucht haben. Vielleicht kann man es gelegentlich schlecht umsetzen, jedoch ist es ganz allein Ihre Entscheidung, welches Motiv Sie auswählen.

Über Kunst lässt sich bekanntlich streiten und so ist es auch bei der Fotografie. Selbst wenn Sie bei einem Foto alles richtig gemacht haben – von der Wahl des Motivs über die Bildkomposition bis hin zur Belichtung – so wird es immer Leute geben, denen das Bild nicht gefällt. Doch zuallererst fotografieren Sie für sich und nicht für andere Leute, daher dürfen Sie ruhig stolz auf Ihre Fotos sein – auch wenn ein Foto nicht 100%ig gelungen ist, weil vielleicht die Schärfentiefe nicht optimal liegt. Sie können es beim nächsten Mal besser machen. Ja, das sollten Sie! Ständig danach streben, noch besser zu werden.

Wann immer Sie fotografieren, benutzen Sie ein Stativ. Ich weiß, damit habe ich mich zum x-ten Male wiederholt. Aber Sie werden im Laufe der Zeit feststellen, warum mir diese Erwähnung so wichtig erscheint.

Und wann immer es Ihnen möglich ist, machen Sie Fotos, Fotos und noch mal Fotos. Die digitale Fotografie bringt es mit sich, dass Sie so oft Sie mögen kostengünstig fotografieren können und natürlich auch wieder löschen, sollte das Foto nicht gefallen. Im Handel sind Kameras erhältlich, die Ihnen eine ähnliche Kontrolle ermöglichen wie eine SLR. Sie sind zierlicher und kommen nicht so sperrig daher und können daher problemlos in der Jackentasche Platz finden. Natürlich können diese kleinen Kompakten keine SLR ersetzen, aber so haben Sie stets eine Kamera zum spontanen Fotografieren dabei, ganz gleich wohin Sie hingehen.

Ich möchte Ihnen nahelegen, mit Ihrer Kamera „eins zu werden“. Das bedeutet, dass Sie Ihre Kamera intuitiv bedienen ohne lange nachzudenken. Dies fällt natürlich leichter, wenn die Kamera bedienerfreundlich ist. Ich selbst verstehe darunter folgendes: Der ISO-Wert soll schnell einzustellen sein, ohne dass ich erst im Bedienerhandbuch nachlesen muss, welche Knöpfe nacheinander zu drücken sind. Im Idealfall kann ich die gewünschte ISO-Zahl einstellen, indem ich einen Knopf drücke und an einem Rädchen den Wert umstelle. Daher kann es von Vorteil sein, bei einem Hersteller zu bleiben – nicht nur für den Kauf der Objektive – sondern auch weil die Bedienfunktionen oftmals gleich oder ähnlich sind.

Ein weiterer Gedanke, den ich teilen möchte: Seien Sie kreativ! Probieren Sie viele Dinge für sich aus, denn es gibt in der Fotografie keine Grenzen. Sie können sich dafür von anderen inspirieren lassen oder ihrem Lieblingsfotografen nacheifern. Aber kopieren Sie ihn nicht, sondern lassen Sie sich von dessen Bildbände und Fotografien einfach nur inspirieren. Vermutlich werden Sie im Laufe der Zeit Ihr bevorzugtes Thema finden - sei es Menschen, Landschaften, Akt, Tiere, Blumen etc. - und dazu auch Ihren bevorzugten Stil (Weitwinkel, Tele, Makro). Die Kombinations- und Variationsmöglichkeiten sind dabei schier unendlich und wie schon erwähnt, ist die Motivwahl Ihrer eigenen Kreativität überlassen.

Sollten Sie einmal einen kreativen Tiefpunkt haben oder sogar glauben, dass Ihre Fotos nicht gut genug sind, dann schauen Sie sich Ihre besten Fotos an! Oder noch besser – rahmen Sie diese und hängen Sie sie auf! Denn was bringen schöne Fotos, wenn sie keiner betrachten kann? Für Sie kann es wie ein Motivationsschub wirken.

Haben Sie einmal ein Foto nicht gemacht, weil Ihnen das Licht nicht optimal genug erschien oder sich hinter dem Motiv ein störender Hintergrund befand? Dann ist es schade, denn im Zweifelsfalle sollte man immer abdrücken. Vielleicht hätte das Foto am Ende nicht wie das von einem Adams, Newton oder Wolfe ausgesehen, aber es wäre Ihr Foto und Ihr Moment gewesen, den Sie abgelichtet hätten. Erlauben Sie sich ruhig besondere Momente festzuhalten, um sie immer wieder erneut erleben zu können – deswegen: Immer abdrücken!

Noch eine letzte Sache zum Abschluss dieses Kurses, bevor ich Sie Ihrer Kreativität überlasse: Das Portfolio. Als Portfolio wird eigentlich eine Mappe oder ein Bildband mit den Arbeiten eines Künstlers bezeichnet. Es kann aber auch eine Bilderstrecke eines Fotografen sein, die aus Foto zu einem bestimmten Thema besteht. Dies gibt Fotografen die Möglichkeit, sich mit einer Sache besonders kreativ auseinanderzusetzen. Weiter unten können Sie ein kleines Portfolio von mir sehen, für das ich mich mit dem Thema „Frühstück“ auseinander gesetzt habe. Mit einem Portfolio lässt sich also eine (Bilder)-Geschichte erzählen. Das Erstellen eines Portfolios fordert nicht nur, sondern fördert auch die Kreativität. Eine Bildstrecke könnte beispielsweise aus Fotos vom ersten Schultag Ihres Kindes bestehen oder von einem nervösen Bräutigam in den letzten Stunden vor der Hochzeit oder vom Einzug in das neue Haus. Auch die letzten Tage eines Menschen vor seinem Tod oder die Restaurierung eines Oldtimers könnte man auf diese Weise dokumentieren.

Und nun sind Sie dran!

Zum Abschluss des Kurses bitte ich Sie eine letzte Aufgabe zu erfüllen, bevor ich Sie auf den Spielplatz entlasse. Suchen Sie sich in Ihrem unmittelbaren Umfeld ein Thema und fertigen Sie ein Portfolio an. Dieses sollte aus mindestens 3, aber maximal 5 Fotos bestehen. Ob Sie diese Fotos bei der Ausübung Ihres Hobbys anfertigen oder in Ihrem Haus, bleibt Ihnen und Ihrer Kreativität überlassen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei und immer optimales Licht!

Eine Kurzversion des Fotokurses können Sie hier herunterladen.