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Bilderrahmen selber gestalten

Ob Weihnachten, Geburtstage oder andere Gelegenheiten. Immer wieder steht man vor der Frage: Was kann ich schenken? Es soll ja schließlich nur eine Kleinigkeit sein. Gerade Fotos sind eine begehrte Lösung für dieses Problem. Sie erinnern an Vergangenes, Lustiges oder Sinnliches. Doch irgendwie scheint Ihnen dies zu alltäglich oder einfach? Lassen Sie das Foto einzigartig werden! Nicht etwa durch das Motiv, welches sicher an sich schon eine gezielte Aussage besitzt, sondern durch einen Bilderrahmen, der in dieser Form immer wieder einmalig ist. Wie? Gestalten Sie den Rahmen mit Servietten! Dies hört sich im ersten Moment vielleicht merkwürdig an, doch Bilderrahmen, die durch Serviettentechnik „neu kreiert“ werden, ziehen garantiert die Blicke auf sich. Außerdem kann auf diese Weise jeder Bilderrahmen, ist er auch noch so alt, zu jedem Anlass passend gestaltet werden.

Die Serviettentechnik ist so einfach wie schön. In nur acht Schritten wird Ihr Bilderrahmen zu etwas außergewöhnlichem. Da Holzrahmen  für diese Technik die „problematischsten“ Untergründe sind, haben wir diese als Beispiel ausgewählt.

Schritt 1: Folgende Materialien sollten Sie sich bereit legen:

  • Bilderrahmen; ggf. Schleifpapier, um das Holz anzurauen
  • Acryllack; dieser wird zur Grundierung verwendet
  • Schere; sollte fein sein, damit Sie exakt ausschneiden können
  • Serviette mit dem gewünschten Motiv
  • Serviettenlack; dient der Fixierung
  • Pinsel; verschiedene Stärken zur Auswahl
  • Klarlack; zum abschließendem Schutz

Schritt 2: den Untergrund abschleifen, falls erforderlich

Wenn der Bilderrahmen Unebenheiten aufweist, oder in einer ungewünschten Farbe lackiert ist, bearbeiten Sie den Holz-Bilderrahmen mit Schleifpapier. Falls Sie auf jeden Fall mit Acryllack arbeiten möchten, müssen Sie den Rahmen anschleifen! Anderenfalls haftet der Lack schlecht. Abschließend den Untergrund zwingend von den, durch das Abschleifen verursachten Rückständen, befreien!

Schritt 3: Acryllack auftragen, wenn gewünscht

Nachdem der Holzuntergrund ab- bzw. angeschliffen wurde, grundieren Sie diesen mit einem Acryllack. Dieser Schritt ist einerseits empfehlenswert um kleine Fehler, die beim Ausschneiden des Motivs entstehen, zu kaschieren. Andererseits wird durch diese Grundierung eine Farbverfälschung des Serviettenmotivs verhindert. Lassen Sie den Acryllack gut durchtrocknen, bevor Sie ihn ein zweites Mal auftragen, oder an Ihrem Werk weiter arbeiten.

Schritt 4: die Wahl des Motivs

Nehmen Sie nun die Serviette und schneiden das gewünschte Motiv mit einer feinen Schere aus. Falls der obere Schritt 3 ausgelassen wurde, müssen die Konturen sehr exakt ausgeschnitten werden! Anderenfalls sieht man durch den anders farbigen Hintergrund, die Ungenauigkeiten, was sich negativ aus das Endergebnis auswirkt. Sind sowohl der Hintergrund als auch das Motiv farblich deckend, führt ein ungenaueres Ausschneiden keinesfalls zu einem schlechterem Ergebnis.

Schritt 5: die Lagen

Servietten bestehen aus unterschiedlich vielen Lagen. Nehmen Sie das ausgeschnittene Motiv und lösen nun vorsichtig alle unbedruckten Lagen ab. Die oberste Lage, auf der das Motiv abgebildet ist, ist sehr dünn und kann so gut weiter verarbeitet werden.

Schritt 6: Serviettenlack

Legen Sie nun den Holzrahmen auf eine Zeitung oder Ähnliches, was beschmutzt werden kann. Anschließend wird der Serviettenlack auf dem Rahmen dort aufgetragen, wo später das Motiv sein soll. Eine dünne Lackschicht reicht aus.

Schritt 7: das Motiv aufbringen

Das ausgeschnittene Motiv wird jetzt behutsam auf die mit Lack bestrichene Fläche gelegt. Streichen Sie das Motiv mit einem Pinsel glatt. Die Streichrichtung sollte immer von innen nach außen sein. Blasen und Falten, die entstanden sind, können auf diese Weise leicht ausgestrichen werden. Ist die erste Klebeschicht kurz angetrocknet, bringen Sie eine weitere dünne Schicht Serviettenlack über dem Motiv auf.

Schritt 8: zum Abschluss

Als Letztes sollte der fertig gestaltete Rahmen mit Klarlack besprüht werden. So schützen Sie Ihr kreatives Werk dauerhaft vor äußeren Einflüssen wie beispielsweise der Sonneneinstrahlung.

Tipp: Selbstverständlich kann die Serviettentechnik nicht nur auf Bilderrahmen angewendet werden. Sie können mit dieser Methode auch wunderbar Fotos ersetzten. Ausgefallene Servietten, auf denen Landschaften, Tiere oder Sonstiges abgebildet sind lassen sich perfekt im Gesamten verwenden. Der Niveauunterschied vom eigentlichen Bildbereich zum Fotorahmen lässt das Motiv besonders wirken oder hebt es hervor.

Wie ist die Serviettentechnik entstanden? Ein Ausflug in die Vergangenheit

Wann genau die Geburtsstunde der Serviettentechnik war, ist nicht zu sagen, denn eigentlich ist sie eine Abwandlung eines alten Kunsthandwerks namens Découpage. Dieses stammt aus dem Französischen und heißt übersetzt Ausschneiden. Bei dieser Technik wurden Papiermotive ausgeschnitten, zusammengesetzt, auf Objekte geklebt und mit 30 bis 40 Lackschichten überzogen. Zurückverfolgen lässt sich dieses Handwerk bis ins 16. Jahrhundert, wo es erstmals in China erwähnt wurde. Im 17. Jahrhundert gewann es auch in Deutschland an Beliebtheit. Zum eigentlichen Durchbruch und somit einer anerkannten Kunsttechnik kam es im 18. Jahrhundert durch den weiblichen Hochadel sowie am Hofe von Ludwig dem 16.

Anfang des 20. Jahrhunderts war dieses Kunsthandwerk so weit fortgeschritten, das erstmals Découpage Druckseiten zum Ausschneiden hergestellt wurden. Mit diesem Fortschritt hielt Découpage Einzug in die Bevölkerung und wandelte sich vom Handwerk zum Hobby. Mit den Jahren geriet Découpage außer Mode und wurde erst vor einiger Zeit wieder neu entdeckt, in Form der vereinfachten Serviettentechnik.