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Bilderrahmen selber gestalten Teil 3

Bilderrahmen werden als solche oft unterschätzt. Der einzige Verwendungszweck, der ihnen von den meisten zugesprochen wird, ist das Einrahmen von Bildern. Ob Bilderrahmen aus Plastik, Holzbilderrahmen oder Kunststoffrahmen ist Geschmackssache, und wenn der Geschmack eher Rahmenlose Bildhalter bevorzugt, gelangen die Bilderrahmen schnell in Vergessenheit. Doch wer die Augen öffnet, wird sehen, dass ein Bilderrahmen nicht nur ein Bilderrahmen sein muss. Der dritte Teil der Serie „Der kreative Bilderrahmen“ ist eine Mischung aus unserem Hauptdarsteller – dem Bilderrahmen –, einer Weiterverarbeitung eines Abfallproduktes aus dem handwerklichen Bereich, schöner Dekoration sowie einer praktischen Verwendungsmöglichkeit. Das können Sie sich nicht vorstellen? Lesen Sie weiter!

Die Idee entstand, als mein Carport kurz nach Silvester außerplanmäßig ein neues Dach erhalten müsste. Eine Silvesterrakete hatte sich auf dem Rückweg zur Erde dazu entschlossen den Weg durch die Dachplatte des Carports einzuschlagen – Im wahrsten Sinne des Wortes –. Da ich jedoch selten etwas wegwerfe, ohne zu überlegen ob es nicht in irgendeiner Weise noch verwenden könnte, entstand schnell die Idee zu dem folgenden Bilderrahmen. Auch hier habe ich wieder einen Holzbilderrahmen verwendet, da dieser leicht zu bearbeiten ist. Natürlich können aber auch Bilderrahmen aus Aluminium oder Plastikrahmen verwendet werden.

Schritt 1: Folgende Materialien sollten Sie sich bereitlegen:

  • Bilderrahmen; ggf. Schleifpapier, um das Holz anzurauen
  • Holzlasur; dient der Färbung / dem Schutz des Holzes
  • ein Teilstück einer Doppelstegplatte
  • wahlweise getrocknete Blütenblätter, Dekorationssand oder andere Materialien
  • falls noch nicht vorhanden Klebeaufhänger

Schritt 2: wenn notwendig, den Bilderrahmen abschleifen

Sollte das Holz zu rau sein, oder noch alte Farbe an dem Holzbilderrahmen haften, nehmen Sie das Schleifpapier zur Hand und schleifen damit den Rahmen ab. Wenn Sie auf jeden Fall Holzlasur auftragen wollen, rauen sie den Bilderrahmen auf, unabhängig davon, ob alte Farbe entfernt werden musste. Sobald Sie mit dem Abschleifen fertig sind, beseitigen Sie gründlich den Holzstaub, ansonsten setzt sich dieser auf bzw. in der Lasur fest.

Schritt 3: wenn gewünscht, Holzlasur auftragen

Nachdem der Bilderrahmen abgeschliffen oder angeraut wurde, tragen Sie die Holzlasur auf, dies kann und sollte mehrfach geschehen. Das Holz nimmt einen großen Teil der ersten Lasurschicht in sich auf, so dass Sie ruhig ein wenig mehr Lasur auftragen können. Lassen Sie die Lasur und den Holzrahmen gut durchtrocknen. Wiederholen Sie diesen Arbeitsschritt so oft, bis das Farbergebnis Ihnen gefällt und das Holz „genährt“ aussieht. Sollte der Rahmen noch über Haken oder ähnliches verfügen, montieren Sie diese ab und kleben einen Klebeaufhänger an.

Schritt 4: die Doppelstegplatte

Natürlich wird nur ein Teil einer Doppelstegplatte benötigt. Wenn Sie oder einer Ihrer Bekannten nicht dasselbe Schicksal wie ich erlitten haben, erkundigen Sie sich bei Firmen, die Doppelstegplatten anbieten. Achten Sie jedoch darauf, dass das Material der Platten klar ist oder nur leicht eingefärbt, ansonsten erhalten Sie keine schönes Ergebnis.
Für den hier vorgestellten Bilderrahmen reichen Abfallstücke – die bei der Verarbeitung / Fertigung entstehen – meist aus. Falls Sie selbst nicht die technischen Möglichkeiten haben, lasse Sie sich ihr Plattenstück auf die gewünschte Größe schneiden. Die Beschaffenheit dieser Platten eignet sich, wenn auch von den wenigsten vermutet, sehr gut für gestalterische Elemente. Füllen Sie die verschiedenen Kammern der Platte mit den von Ihnen gewünschten Dekorationsmaterialien. Bei dem Befüllen der Kammern ist natürlich darauf zu achten, dass die untere Seite nicht offen ist. Ein Stück Pappe reicht aus, stellen Sie die Platte hochkant darauf und wenn die Füllung komplett ist, können Sie die Platte wieder normal auf eine Unterlage legen.

Schritt 5: die Dekoration

Ich habe mich für getrocknete Rosenblätter und Getreide Rispen entschieden, doch Sand aber auch Körner oder Nudeln, selbstverständlich im ungekochtem Zustand, sind schöne Materialmöglichkeiten. Vielleicht wollen Sie die verschiedenen Materialien kombinieren?! Ein sicher sehr schönes Bild würde entstehen, wenn die Kammern abwechselnd mit den unterschiedlichsten Materialien gefüllt werden. Kombinieren Sie Materialien, Formen und Farben!

Schritt 6: Das fertige Bild

Ist das Bild fertiggestellt, muss nur noch der Bilderrahmen um die Doppelstegplatte gesetzt, bzw. die Platte in den Bilderrahmen eingesetzt werden. Am besten verkleben Sie den Bilderrahmen und die Platte, da diese ein gewisses Eigengewicht mit sich bringt.

Zum Abschluss verrate ich Ihnen auch noch, was hinter der Überschrift steckt. „Der kreative Bilderrahmen“ Teil 3 lässt sich nicht nur an die Wand hängen und fungiert somit als Bild. Sie können Ihr Kunstwerk auch als Untersetzer nutzen. Bedenken Sie jedoch, dass weder Holz noch Kunststoff großer Hitze ausgesetzt werden sollten. Stellen Sie also nicht direkt einen heißen Kochtopf oder Ähnliches auf Ihr Werk, falls sie dieses als Untersetzer verwenden möchten.