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Was sind eigentlich Passepartouts?

Außerhalb der Fotografen- und Einrahmerbranche dürfte der Begriff "Passepartout" nicht jedem geläufig sein. Passepartouts sind Einlagen für Bilderrahmen aus Spezialkarton, die bei der Einrahmung zusätzlich verwendet werden können. Sie werden zum einen genutzt, um den Blick des Betrachters auf das Kunstwerk zu richten, indem vom Bilderrahmen abgelenkt wird. Zum anderen kann damit ein Bild optimal in einen Rahmen eingepasst werden, ohne dass ein Bilderrahmen nach Maß angefertigt werden muss.

Was ist ein Schrägschnitt-Passepartout?

passepartouts-2Ein Passepartout besteht aus ca. 1,7 mm starkem Spezialkarton, der einen Ausschnitt für das Bild enthält. Dieser ist mit einer schrägen Kante (45 Grad) geschnitten, so dass zusätzlich ein räumlicher Eindruck entsteht. Durch die Verwendung eines Passepartouts wird das Bild vom Rahmen abgegrenzt; der Betrachter wird sozusagen "in das Bild hineingeführt".

Ein Passepartout können Sie z.B. verwenden, um:

  • ein Bild mit Sondermaßen preiswert in einen größeren Standardrahmen einzupassen
  • mehrere Bilder zusammen in einem Rahmen zu verwenden, wie z.B. bei unseren Fotogalerien

Das Passepartout erfüllt aber auch eine Schutzfunktion. Bei Bildern, die hinter Glas gerahmt sind, kann sich zwischen dem Glas und dem Bild im Laufe der Zeit Feuchtigkeit ansammeln, die das Bild beschädigen kann, wenn es direkt auf dem Glas aufliegt. Ein Passepartout bringt einen Abstand zwischen Bild und Glas und vermeidet so dieses Problem. Aquarelle z.B. sollten aus diesem Grund immer mit Passepartout gerahmt werden. Ebenso sollten bei Bildoberflächen, die gegen Abrieb empfindlich sind, wie bei Fotos, Bleistiftzeichnungen, Kohlezeichnungen und Pastellbildern, stets ein Passepartout Rahmen für die Rahmung verwendet werden, damit das Glas nicht direkt auf die Bildoberfläche zu liegen kommt.

Bei Passepartouts haben Sie häufig die Wahl zwischen einem cremefarbenen Kern und einen hochweißen Kern (White Core). White Core ist unserer Ansicht nach die bessere Qualität, da der cremefarbene Kern mit der Zeit nachdunkelt und unansehnlich wird. Alle unsere Passepartouts haben daher einen hochweißen Kern.

Bei der Wahl des Passepartouts kommt es auch auf das Motiv an, das man einrahmen möchte. Passepartout-Karton ist in vielen Farben erhältlich, von weiß über pastellfarbig bis grün oder schwarz. Für Landschaftsbilder mit hohem Grünanteil passen beispielsweise hervorragend Passepartouts mit einem Grünton, der sich harmonisch mit den Farben des Bildes verbindet.

Wichtig ist, dass der Passepartoutkarton säurefrei ist, da Säuren auf lange Sicht (10 bis 20 Jahre) das Bild beschädigen können, es vergilbt. Es gibt daher verschiedene Qualitätsklassen von Passepartoutskartons, bei denen die Säurefreiheit auf unterschiedliche Art erreicht wird. Besonders hochwertige Passepartouts in Museumsqualität bestehen zu 100% aus Baumwolle und sind daher speziell für die Einrahmung hochwertiger Originale geeignet. Für einfache Drucke oder Fotos reicht dagegen ein Karton in Standardqualität aus.
Garantiert säurefreie Rahmen erhalten Sie in der Regel nicht als Wechselrahmen, sondern nur bei einem spezialisierten Einrahmer.

Mit oder ohne Ausschnitt?

Üblicherweise wählt man ein Passepartout mit einem Ausschnitt, der etwa 1 cm kleiner als das Motiv ist. Das Bild überlappt dann etwas und kann somit an der Rückseite des Passepartouts befestigt werden.

In manchen Fällen gehört jedoch der Bildrand zum Kunstwerk dazu und beim Überdecken würde der Gesamteindruck gestört. Z.B. bei einer japanischen Zeichnung auf Reispapier, einem ägyptischen Papyrus, oder einem Bild auf handgeschöpftem Papier möchte man gerade den Rand sehen. Man kann dann ein Passepartout ohne Ausschnitt verwenden und das Bild vorn auf dem Passepartout befestigen. Eine noch bessere Wirkung erzielt man allerdings mit einem zweiten Passepartout, dessen Ausschnitt größer als das Bild gewählt wird. Dann erreicht man sowohl einen räumlichen Eindruck, da das Bild nicht direkt auf dem Glas aufliegt und man überdeckt auch nicht den Bildrand.

Die richtige Breite des Passpartoutrandes

larssonkrebsfangDer Rand sollte nicht zu breit, aber auch nicht zu schmal gewählt werden, er sollte "einfach zum Gesamteindruck passen". Das klingt leichter als es ist, vor allem, weil man durch die richtige Wahl der Randbreite meist auch noch ein Standardformat erreichen will, damit man keinen maßgefertigten Rahmen benötigt.

Um Ihnen einen Anhaltspunkt zu geben, sind in der folgenden Tabelle empfohlene Breiten für den Passepartoutrand je nach Größe des Bildausschnitts aufgelistet.

Am besten geht man vom Bildformat aus und zieht zunächst jeweils von Breite und Höhe 1 cm ab, um den Bildausschnitt zu erhalten.

Breite + Höhe (cm) Passepartoutrand (cm)
20 bis 30 3,5
30 bis 60 4,5
60 bis 80 5,0
80 bis 90 5,5
90 bis 110 6,0
110 bis 130 7,0
130 bis 140 8,0

 

Neben einem symmetrischen Rand, der an allen Seiten gleich breit ist, kann man den Rand oben und unten auch breiter als link und rechts anfertigen. Gern wird auch der untere Rand breiter als die drei anderen gewählt. Als Daumenregel kann man hier sagen, dass der untere Rand in diesem Fall ca. 1/4 breiter als der obere festgelegt wird.

Besondere Gestaltungsmöglichkeiten

Hier sind der Phantasie fast keine Grenzen gesetzt. Möglich sind z.B. Doppelpassepartouts oder eine V-Rille rund um den Bildausschnitt. Man kann auch Abstandshalter verwenden, damit Passepartout und Bild nicht direkt auf dem Glas aufliegen.

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Befestigung des Bildes

Bringen Sie das Bild an der Rückseite des Passepartouts mit Klebeband an. Verwenden Sie dabei am besten eines, das säurefrei ist (im Künstlerbedarf erhältlich). Achten Sie darauf, das Bild nicht an allen vier Seiten zu befestigen, da es sonst später wellig werden könnte. Am besten, es wird nur oben angeklebt und nur bei Bedarf noch zusätzlich an den Seiten leicht fixiert.