Anleitung zum Bilder einrahmen: Mit nur 6 Schritten zur perfekten Inszenierung Ihres Lieblingsbildes

Bilder einrahmen ist eine Kunst für sich. Das kann knifflig sein, muss es aber nicht. Wir erklären Ihnen, wie Sie Ihr Lieblingsbild in nur 6 einfachen Schritten richtig einrahmen und was Sie dabei beachten sollten, damit Ihr Bild nicht nur schön aussieht, sondern auch gut geschützt ist.

eingerahmtes Bild auf Sideboard

Bilder einrahmen: Die Anleitung für Eilige

  1. Sehen Sie sich Ihr Bild genau an und verstehen Sie es: Verstehen Sie, was genau Ihr Bild ausmacht und wie es funktioniert. Das ist der wichtigste Schritt, um zu entdecken, wie Sie Ihr Bild richtig inszenieren.
  2. Das Bild richtig vermessen: So gehen Sie sicher, dass Rahmen und Passepartout die richtige Größe für Ihr Lieblingsbild haben.
  3. Den richtigen Rahmen wählen: Der richtige Bilderrahmen sollte nicht nur optisch zum Bild passen, sondern auch die richtige Größe haben und das passende Glas besitzen.
  4. Das richtige Passepartout finden: Passepartouts schaffen nicht nur den nötigen Freiraum um Ihr Bild herum, mit dem es „atmen“ kann, sondern schützen es auch, wenn es aus säurefreiem Karton besteht.
  5. Das Rahmenglas reinigen: So gehen Sie sicher, dass der Blick auf Ihr Lieblingsbild einwandfrei ist. Um weitere Flecken zu vermeiden, sollten Sie dabei Handschuhe verwenden.
  6. Das Bild einfügen: Fügen Sie nun Bild, Passepartout und Rahmen zusammen.

Materialien, Budget & Zeitaufwand

Um Bilder schön zu rahmen, benötigen Sie neben den richtigen Materialien auch etwas Zeit. In der folgenden Übersicht haben wir deshalb alles aufgezählt, was Sie vorab wissen sollten, um beim Einrahmen Ihres Bildes problemlos voranzukommen.

Materialien

Lineal zum Vermessen von Bildern Lineal

Schwarzer Bilderrahmen vor Hintergrund Bilderrahmen

Zeitung Zeitungspapier

Klebeband Säurefreies Klebeband

Damit das Einrahmen Ihres Bildes reibungslos abläuft, sollten Sie vorab bereits alle notwendigen Materialien besorgen. Deshalb haben wir im Folgenden für Sie alles aufgelistet, was Sie dafür benötigen. Damit Sie den Preisrahmen der Ausgaben ungefähr einschätzen können, haben wir zudem Preiskategorien eingefügt, an denen Sie sich orientieren können. Dabei reicht der Preis von weniger als 5 Euro (€) bis hin zu mehr als 50 Euro (€€€):

Zeitaufwand

Je nachdem wie Sie vorgehen, wird das Rahmen Ihres Bildes mehr oder weniger Zeit benötigen. Bestellen Sie beispielsweise das Passepartout und fertigen es nicht selbst an, dauert es in der Regel nur eine halbe Stunde an aktiver Zeit, die Sie investieren müssen, um Ihr Bild richtig in Szene zu setzen.

Wer sich dagegen kreativ betätigen und das Passepartout selbst anfertigen möchte, sollte eine Stunde einrechnen. Mit ein wenig Übung und der richtigen Anleitung zum Anfertigen von Passepartouts schaffen Sie es aber auch in weniger Zeit.

Bevor Sie loslegen…

… gibt es noch zwei Dinge, die Sie beachten sollten, um Ihr Bild nicht nur besonders schön inszenieren zu können, sondern auch für seinen Schutz zu sorgen.

Die richtige Umgebung finden

Überlegen Sie sich vorab genau, wo Sie Ihr Bild anbringen möchten. Denn damit es seine volle Wirkung entfalten kann, muss die Umgebung stimmen. Möchten Sie es in eine traditionelle oder moderne Umgebung einfügen? In ein Büro oder sogar ein Kinderzimmer? Um eine möglichst harmonische Wirkung zu erzeugen, kann es hierbei helfen, die Gestaltung von Rahmen und Passepartout der Atmosphäre anzupassen. Wer hingegen Spannung erzeugen und die Aufmerksamkeit auf das Bild lenken möchte, kann insbesondere Farbkontraste gut nutzen, um einen solchen Effekt zu erzielen. Schauen Sie sich daher die Umgebung genau an, bevor Sie sich an die Rahmung Ihres Bildes machen.

Direkte Sonneneinstrahlung & Luftfeuchtigkeit meiden

Handelt es sich beispielsweise um ein Bild, das von großer emotionaler Bedeutung für Sie ist oder möglicherweise auch einen hohen Geldwert hat, sollten Sie darauf achten, dass es an dem von Ihnen ausgewählten Platz nicht der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt ist.

Tipp: In einem solchen Fall lohnt es sich, das Bild an einer Nordwand in Ihrer Wohnung oder dem Büro anzubringen. Denn hier kann es nicht von einfallendem Sonnenlicht geschädigt werden.

Ebenso sollten Sie es von Feuchtigkeit fernhalten. Achten Sie daher darauf, dass die Luftfeuchtigkeit um das Bild nicht zu hoch ist und meiden Sie die Anbringung in Bad oder Küche.

Gerahmtes Bild über Bett Um Ihr Bild richtig zu inszenieren, sollten Sie sich vorab gut überlegen, wo es am besten zur Geltung kommt und gleichzeitig gut vor Sonne und Feuchtigkeit geschützt ist.

Bilder einrahmen: So geht’s

Wichtig ist, dass Sie nicht einfach loslegen, sondern sich an eine genaue Schrittfolge halten.

Schritt 1: Schauen Sie sich Ihr Bild genau an

Dieser Schritt klingt im ersten Moment möglicherweise unnötig, stellt aber die Grundlage für alle weiteren Schritte bis zum eingerahmten Werk an Ihrer Wand dar. Denn die Beschaffenheit des Bildes, seine Farben, die Komposition und die Wirkung, die es erzielt, sind ausschlaggebend für die Frage, wie es gerahmt werden sollte.

Einige Fragen, die Ihnen helfen können, um Ihr Bild besser zu verstehen, sind:

  • Was gefällt Ihnen an diesem Bild besonders gut?
  • Worum handelt es sich genau (Fotografie, Aquarell, Ölgemälde, Grafik, Poster etc.)?
  • Wie ist die Farbgebung gestaltet?
  • Wie ist es aufgebaut?
  • Was möchten Sie an diesem Bild besonders betonen?
  • Gibt es möglicherweise einen Ausschnitt, der Ihnen besonders gut gefällt und den Sie fokussieren möchten?

Ganz gleich, wie Ihre Antworten auf diese Fragen lauten: Ihr persönlicher Eindruck ist hier ausschlaggebend und niemals falsch. Wenn Sie Ihr Bild möglichst effektiv inszenieren möchten, bilden Ihre persönlichen Antworten die Grundlage für Ihr weiteres Vorgehen. Und seien Sie dabei nicht zögerlich, denn es gibt in diesem Fall kein Richtig und kein Falsch.

Sobald Sie genau wissen, wie das Bild „funktioniert“ und was Sie an diesem Bild besonders betonen möchten, können Sie zum nächsten Schritt übergehen.

Schritt 2: Das Bild genau vermessen

Zunächst sollte das zu rahmende Bild vermessen werden, denn das Bildformat bestimmt die Bilderrahmen-Größe. Dafür sollten Sie Ihr Lineal nehmen und die Maße möglichst genau entlang der Kanten abmessen.

Bilder einrahmen mit Passepartout Möchten Sie Ihr Bild einrahmen, sollten Sie sich bei der Wahl des Rahmens vor allem am Bild orientieren. Beachten Sie aber auch die Umgebung, in welcher das gerahmte Bild platziert wird.

Schritt 3: Den richtigen Rahmen wählen

Wenn Sie das Bild vermessen haben, kennen Sie die Mindestmaße, die Ihr Rahmen haben sollte, und können nun den passenden Rahmen auswählen.

Einen optisch passenden Bilderrahmen finden

  • Achten Sie darauf, dass der Rahmen und das Kunstwerk harmonieren. Wählen Sie im Zweifelsfall immer einen schlichteren Rahmen und dezente Farben. Farben, die fast immer passend sind, sind Weiß, cremefarbenes Beige oder ein feines Grau.
  • Das Rahmenmaß entspricht immer dem Außenmaß des Passepartouts.
  • Berücksichtigen Sie auch das Rahmenglas.

Grundregeln für die Wahl der passenden Rahmenoptik

  • Der Rahmen ist dem Bild untergeordnet, das heißt, er soll die Bildwirkung unterstützen.
  • Bild und Rahmen bilden im Idealfall dennoch eine Einheit.
  • Rahmen und Passepartout (siehe weiter unten) sorgen für den richtigen Freiraum, damit das Bild seine volle Wirkung entfalten kann.
  • Farbige Rahmen sollten in der Regel dünne Leisten haben, um den Gesamteindruck nicht zu dominieren.
Bild/GegenstandKlassische OptikModerne Optik
 

Farbfotografien

 

Rahmenloser Rahmen

 

Schwarzer Rahmen mit dicken oder dünnen Leisten, helle Holzrahmen (zum Beispiel aus Eiche)

 

Schwarzweiß-Fotografien

 

Schwarzer Rahmen mit dünnen oder dickeren Leisten

 

Heller Holzrahmen mit dünnen Leisten

 

Aquarelle

 

Weißer Rahmen mit dünnen, aber hohen Leisten

 

Pastellfarbener Rahmen im Shabby-Chic-Look

 

Ölbilder

 

Goldfarbener Rahmen im Antik-Look

 

Dünne Leisten, die farblich auf das Bild abgestimmt sind

 

Ausstellungs-, Film- oder Konzertposter

 

Dünne schwarze Hochglanz-Leisten

 

Farblich abgestimmter Rahmen in einem kräftigen Farbton, aber mit dünnen Leisten

Schwarzweiße Grafiken wie Kohlezeichnungen oder Kunstdrucke

Goldfarbene oder schwarze Leisten (dick oder dünn)Weißer oder holzfarbener Rahmen

Die verschiedenen Wirkungsweisen von Materialien und Farben von Bilderrahmen erklären wir Ihnen näher in unserem Ratgeber „Von Vintage bis modern: 1 Bild – 5 passende Rahmen“.

Gerahmtes Schwarzweißbild mit Passepartout Bei Schwarzweiß-Fotografien eignen sich weiße oder schwarze Passepartouts besonders gut, um die Kontraste im Bild ideal zu betonen.

Das richtige Rahmenformat wählen

Für die Wahl Ihres Rahmens spielt das richtige Rahmenformat eine wichtige Rolle, denn dieses muss nicht identisch sein mit dem Bildformat! Bei der Wahl des richtigen Rahmenformats helfen Ihnen die folgenden Tipps weiter:

  • Kleine Bilder kommen besonders gut zur Geltung, wenn das Passepartout um sie herum überdurchschnittlich groß ist. Das heißt, bei einem Bildformat von 15 × 10 Zentimetern kann ein Rahmen mit den Maßen 50 × 35 Zentimeter für ausreichend Platz um das Bild sorgen und es ideal betonen.
  • Sicher gehen Sie immer, wenn Sie einen Rahmen wählen, der dem Format des Bildes entspricht. Das heißt: Bei einem Bild im Hochformat wählen Sie auch einen hochformatigen Rahmen, bei Bildern im Querformat ist der Griff zu einem Rahmen im Querformat nie falsch.
  • Wer experimentierfreudiger ist, kann aber auch zu einem vom Bildformat abweichenden Rahmen greifen: So können Sie etwa auch Bilder im Hoch- oder Querformat mit quadratischen Bilderrahmen kombinieren, solange der Raum zwischen Bild und Rahmen groß genug ist.

Denken Sie auch an das passende Glas

Das richtige Glas sorgt dafür, dass Sie Ihr Bild tatsächlich gut erkennen können. Es schützt es gleichzeitg vor Feuchtigkeit und Licht. Bei der Wahl des richtigen Glases für Ihr Vorhaben gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  • Normalglas: Die meisten Wechselrahmen besitzen in der Regel Normalglas, das auch als Klarglas bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich um die kostengünstigste Variante. Sie lohnt sich insbesondere, wenn Sie einen günstigen Druck zu Dekorationszwecken rahmen möchten. Von Nachteil ist hingegen, dass es nicht bruchsicher ist und es auch spiegelt.
  • Antireflexglas: Diese Glassorte ist eine besonders gute Wahl, wenn Ihr Bild durch Sonnenlicht oder eine künstliche Lichtquelle angestrahlt wird. Aufgrund seiner matten Oberfläche reflektiert es kein Licht. Das heißt, darauf zeichnen sich keine Spiegelungen ab und Sie können Ihr Bild stets gut erkennen. Antireflexglas kostet etwas mehr als Normalglas, ermöglicht Ihnen aber auch bei sehr hellen Lichtverhältnissen einen freien Blick auf Ihr Lieblingsbild.
  • UV-Glas (Museumsqualität): Dieses Glas bietet den größtmöglichen Schutz für Ihr Bild. Denn es enthält einen speziellen Filter, welcher das Bild vor schädlicher UV-Strahlung abschirmt. So verhindert es, dass ein Bild vergilbt oder sich verfärbt. Aus diesem Grund wird es häufig in Museen verwendet, um die dort ausgestellten Kunstwerke bestmöglich zu konservieren. Aufgrund dieser besonderen Eigenschaft handelt es sich hierbei auch um die teuerste Option.
  • Acrylglas: Dieses Glas wird auch als Plexiglas bezeichnet. Es ist für seine Bruchsicherheit und sein geringes Gewicht bekannt. Zudem besitzt Acrylglas in der Regel abgeflachte Kanten, wodurch die Verletzungsgefahr sehr gering ist. Ein Nachteil ist aber seine hohe Kratzempfindlichkeit. Da es außerdem statisch aufladbar ist, sollten Kohle- und Kreidezeichnungen nicht damit gerahmt werden.

Bilder eingerahmt an Wand Möchten Sie Ihr Bild an einem sehr hellen Ort mit viel Lichteinstrahlung anbringen, ist Antireflexglas eine sehr gute Wahl.

Haben Sie bereits einen Rahmen, der aber nicht identisch mit Ihrem Bildformat ist? Keine Sorge, denn dieses Problem löst der nächste Schritt!

Schritt 4: Schutz und Tiefeneffekt mit dem richtigen Passepartout

Passepartouts sind beim richtigen Einrahmen eines Bildes unverzichtbar, denn sie erfüllen zwei praktische Funktionen:

  1. Durch die Verwendung eines Passepartouts sind Sie nicht darauf angewiesen einen Rahmen zu wählen, der exakt dem Ihres Bildformats entspricht, sondern können auch Bilderrahmen verwenden, die ein (deutlich) größeres Format aufweisen. Denn das Passepartout deckt, richtig eingesetzt, den Leerraum zwischen Rahmen und Bild ab und kaschiert so die Größenunterschiede.
  2. Gleichzeitig dient das Passepartout als „Rahmen im Rahmen“, denn sein Fenster bildet einen inneren Rahmen für Ihr Kunstwerk. Die monochrome Kartonfläche des Passepartouts sorgt dann für den ausreichenden Freiraum, welchen das Bild benötigt, um seine volle Wirkung entfalten zu können und einen lebendigeren Eindruck zu machen.

Möchten Sie Ihr Bild perfekt inszenieren und es gleichzeitig edel aussehen lassen, empfehlen wir Ihnen daher die Verwendung eines Passepartouts. Um das Innen- und Außenmaß des Passepartouts zu ermitteln, sollte man den Ausschnitt etwa an jeder Seite einen Zentimeter kleiner wählen als die Bildgröße. Das Außenmaß kann man gängigen Standardmaßen angleichen, damit man später einen Standard-Rahmen verwenden kann. Weitere hilfreiche Tipps zum Maßnehmen bei Passepartouts finden Sie in unserem Artikel „Richtiges Maßnehmen bei Bilderrahmen und Passepartout“.

Gerahmtes Kinderbild Schluss mit den Kühlschrankmagneten: Im passenden Rahmen und mit dem richtigen Passepartout lassen sich auch Kinderbilder schön inszenieren.

Aber Achtung, auch beim Passepartout gibt es einige Punkte, die Sie beachten sollten, um die richtige Wirkung zu erzielen und Ihr Bild richtig zu schützen.

Die Farbwirkung betonen mit der richtigen Farbe des Passepartouts

Die Farbe des Passepartouts sollten Sie vom Bild abhängig machen. Denn das Ziel ist es nicht ein besonders eindrucksvolles Passepartout zu wählen, sondern eines, das die Wirkung Ihres Bildes ideal unterstützt. Als Faustregel gilt: Das Passepartout sollte im Idealfall heller als das abgebildete Kunstwerk sein, aber dunkler als die Wand, an der das Bild angebracht wird. Sind Sie sich hinsichtlich der richtigen Farbe für Ihr Passepartout unsicher, machen Sie mit einem schlichten cremefarbenen Karton nichts falsch.

Für zarte Aquarelle eignen sich ebenso zarte Pastellfarben oder Cremeweiß. Auch Bilder mit einer kräftigen Farbgebung vertragen solche Passepartouts, können aber auch mit stärkeren Farben harmonieren. Denn diese Regel dient nur der Orientierung. Die genaue Wahl der Farbe hängt immer vom individuellen Bild ab und sollte ausgehend davon bestimmt werden. Ein mutiger Griff zu einem tiefen auberginefarbenen Passepartout oder einem in kräftigem Pink kann ausgehend von der Beschaffenheit Ihres Bildes aber auch eine eindrucksvolle Wirkung entfalten.

Unser Tipp: Experimentieren Sie mit verschiedenen Farben, um zu prüfen, wie Sie Ihr Bild am liebsten inszenieren möchten.

Die Farbwirkung bei Passepartouts

  • Zeigt Ihr Bild eine Ansicht oder ein Objekt, das sich perspektivisch in den Hintergrund verflüchtigt, können Sie diesen Eindruck besonders schön mit einem dunkleren Passepartout betonen. Samtige Farben wie Weinrot oder Tannengrün besitzen den richtigen Grad an Tiefe für einen solchen Effekt.
  • Steht hingegen ein Objekt im Vordergrund, das Sie betonen möchten, empfiehlt sich ein helleres Passepartout.
  • Schwarzweiß-Fotografien betonen Sie am besten mit einem rein weißen oder schwarzen Passepartout, weil so die Kontraste des Bildes besonders gut zur Geltung kommen.

Tiefeneindruck mit einem Schrägschnitt-Passepartout erzeugen

Ein Schrägschnitt-Passepartout besteht aus einem Spezialkarton, dessen Kante in einem Winkel von 45 Grad angeschrägt ist. Ein solcher Winkel verleiht dem gerahmten Bild mehr Tiefe und sorgt so für einen räumlicheren und intensiveren Eindruck. Verzichten Sie daher auf unechte Passepartouts, die Bilderrahmen häufig beigelegt sind und aus dünnem Papier bestehen. Denn diese sind nicht in der Lage, die beschriebene Tiefenwirkung zu erzielen und Ihr Bild passend zu unterstützen.

Grundregeln für die Größe von Passepartouts

  • Kleine Bilder (bis etwa 13 × 18 cm) betonen überproportionale Passepartouts besonders schön.
  • Für den Betrachter ist es vorteilhaft, wenn der untere Rand des Passepartouts etwas breiter ist als der obere Rand. So erscheint es ihm, als würde das Bild gehalten werden. Der linke und rechte Rand sollten identisch mit dem der oberen Kante sein.
  • Die Öffnung des Passepartouts sollte mindestens ein Achtel der Bildfläche an jeder Kante abdecken, damit die Kanten nicht hervorschauen. Je nach Wahl kann das Passepartout aber auch mehr abdecken.
  • Das Passepartout sollte mit zunehmender Motivgröße schmaler

Das Bild mit dem richtigen Passepartout schützen

Doch ein Passepartout wertet das Bild nicht nur optisch auf, sondern schützt es gleichermaßen: Denn bei Bildern, die ohne Passepartout hinter Glas gerahmt sind, kann sich im Laufe der Zeit Feuchtigkeit zwischen Glasfläche und Bild ansammeln und dem Bild so schaden. Da das Passepartout direkt auf dem Bild aufliegt, kann es dieses vor der Feuchtigkeit schützen. Ebenso schützt das Passepartout auch Bildoberflächen, die empfindlich bei Abrieb sind und nicht direkt auf dem Glas aufliegen sollten. Dazu zählen etwa Kohlezeichnungen oder auch Hochglanzfotografien. Die Verwendung eines Passepartouts ist in einem solchen Fall unverzichtbar.

zwei gerahmte Bilder an der Wand Ob Sie ein Passepartout verwenden oder nicht, wirkt sich deutlich auf den Bildeindruck aus.

Tipp: Säurefreie Passepartouts

Ganz gleich, ob Ihr Bild von hoher emotionaler Bedeutung ist oder einen hohen Geldwert hat: Wenn Sie sicherstellen möchten, dass Ihr Bild bestmöglich geschützt und konserviert ist, sollten Sie auf säurefreie Materialien achten. Das betrifft insbesondere Passepartouts. Denn diese liegen direkt auf dem Bild auf. Bestehen sie aus säurehaltigem Material, geben sie die in ihnen enthaltene Säure auch an das Bild weiter und schaden diesem so. Achten Sie bei der Wahl Ihres Passepartouts daher auf eine höhere Qualität des Kartons (säurefrei), um Ihr Bild richtig zu schützen. Im rahmenversand.com-Onlineshop finden Sie eine Vielzahl an Passepartouts aus säurefreiem Spezialkarton.

In unserem Onlineshop finden Sie eine große Auswahl an Standard-Passepartouts, können aber auch ein Passepartout nach Maß bestellen. Wer hingegen selbst aktiv werden möchte, findet in unserem Artikel „Passepartout selber machen“ die richtige Unterstützung.

Schritt 5: Das Rahmenglas reinigen

Damit man Ihr Bild voll und ganz erkennen kann, sollten Sie auch darauf achten, dass das Rahmenglas sauber ist und sich keine Schlieren abzeichnen. Reinigen Sie es daher am besten mit Glasreiniger und tragen Sie diesen mit Zeitungspapier auf. Sie werden sehen: Es werden sich keine Schlieren bilden. Weitere Tipps für sauberes Rahmenglas finden Sie in unserem Artikel „Rahmenglas reinigen“.

Schritt 6: Das Bild einfügen

Nun können Sie Ihr Bild und das dazugehörige Passepartout in den Rahmen einfügen. Damit keine Fingerabdrücke auf dem Glas zurückbleiben, empfehlen wir Ihnen, bei diesem letzten Schritt Stoffhandschuhe überzuziehen. Dann geht es folgendermaßen weiter:

  • Sie legen das Bild auf die Rückwand des Bilderrahmens.
  • Anschließend befestigen Sie einen Klebestreifen, um sicherzustellen, dass das Bild nicht verrutscht. Bringen Sie ihn aber nur an der oberen Bildkante an, damit sich das Bild gegebenenfalls noch ausdehnen kann, ohne sich zu wellen. Verwenden Sie hierbei bitte nur spezielle Klebestreifen für Bilder, welche das Papier nicht beschädigen.
  • Nun können Sie das auf der Rückwand befestigte Bild mit Passepartout, Rahmenglas und Rahmen zusammenfügen, indem Sie die entsprechenden Befestigungsklammern zwischen Rückwand und Rahmen richtig anordnen.

Schwarzer Rahmen lehnt an Wand Ihr gerahmtes Bild können Sie aufhängen oder alternativ für einen modernen Look auch gegen die Wand lehnen.

Auf einen Blick: Checkliste zum richtigen Einrahmen

Ihr Bild ist nun gerahmt? Dann empfehlen wir Ihnen anhand der folgenden Fragen einen letzten Check durchzuführen, um sicher zu gehen, dass alles passt:

  • Bildwirkung: Ermöglichen Rahmen und Passepartout dem Bild, seine Wirkung zu entfalten und dominieren es nicht?
  • Formate: Haben Glas, Passepartout und Rückwand die gleichen Maße?
  • Passepartout: Besteht das Passepartout aus säurefreiem Papier mit einem neutralen pH-Wert?
  • Sauberkeit: Ist das Bild gerade, das Glas sauber und der Zwischenraum von Staub und Schmutzpartikeln vollständig gereinigt?
  • Schutz: Ist das Bild vor Feuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung geschützt und ist es mit einem ablösbaren Spezialklebefilm am Rahmen befestigt?
  • Bei hellen Räumen: Handelt es sich beim Rahmenglas um Antireflexglas?
  • Bei Kohle- und Kreidezeichnungen: Haben Sie auf Acryl- beziehungsweise Plexiglas verzichtet?

Nach dem Einrahmen

Nun ist Ihr Bild vollständig gerahmt. Jetzt müssen Sie es nur noch an dem dafür vorgesehenen Platz anbringen. Eine Anleitung zum Aufhängen finden Sie in unserem Ratgeber „Bilder richtig aufhängen“. Auf der Suche nach Inspirationen zur Anordnung Ihrer Lieblingsbilder zeigen wir Ihnen einige schöne Möglichkeiten in unserem Artikel „Die 5 schönsten Bilderhängungen“

Denken Sie aber auch daran, Ihren Bilderrahmen richtig zu pflegen. Die passende Anleitung mit allen wichtigen Infos bieten wir Ihnen in unserem Ratgeber „Bilderrahmen reinigen und pflegen“.

 

 

Bildnachweis: Titelbild: © gettyimages/KatarzynaBialasiewicz; Bild 1: © gettyimages/Kjekol; Bild 2: © gettyimages/Rustemgurler; Bild 3: © gettyimages/Seb_ra; Bild 4: © gettyimages/HAKINMHAN; Bild 5: © gettyimages/KatarzynaBialasiewicz; Bild 6: © gettyimages/Scovad, Bild 7: Bilderrahmen: © gettyimages/Rustemgurler, Fotografie: © gettyimages/gremlin; Bild 8: © gettyimages/ KatarzynaBialasiewicz; Bild 9: Bilderrahmen: © gettyimages/Rustemgurler, Zeichnung: © gettyimages/Strekalova; Bild 10: © gettyimages/Scovad; Bild 11: © gettyimages/Gladiathor.[/vc_column_text][/vc_column][/vc_row]